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Schwarzes Brett

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April 26, 2012, 05:18:59 AM
Hihi, den hatten wir Smiley Danggööö!!!
April 22, 2012, 12:54:58 PM
Alles Gute zum geburtstag Æmgyii!! Laß dich verwöhnen und hab einen sonnigen Tag  :dans1:
January 03, 2012, 06:19:39 PM
Jaaa, euch auch allen!!!  ny_cheesy
January 01, 2012, 08:22:48 PM
Frohes neues Jahr euch allen! Ich hoffe ihr hattet eine schöne Silvesternacht Smiley
December 24, 2011, 08:39:48 AM
Wir wünschen euch auch allen ein wunderschönes und gemütliches Weihnachtsfest! Smiley
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Author Topic: Schurkenjahre  (Read 1563 times)
Cajêm
Moderator
Hydraköpfer
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Cajêm
Fayell
Iuhma
Mood:

Schurkin!

169815094
« on: May 23, 2008, 02:03:49 PM »

Dort angekommen verlangsamte sie ihr Tempo und stahl sich durch das Tor, das in die kleine Bahnhofshalle hinein führte. Es brauchte nur eine kurze Zeit, bis sich ihre Augen an das dämmerige Licht im Inneren gewöhnten, und sie sich aufmerksam umschauen konnte. Kaum zwei Hände voll Zwerge und Menschen waren anwesend, die ebenfalls in die Eisenschmiede wollten, und das Mädchen nicht weiter beachteten. Cajêm ging zu der hinteren Wand und lehnte sich, ein Bein locker daran hochgestellt, dagegen, um auf die Bahn zu warten. Gedämpfte Stimmen hallten von der Decke wieder, die beim Ankommen des Zuges von dem Quietschen der Bremsen übertönt wurden und verstummten.
Sie zögerte, bevor sie sich von der Mauer löste und an die Schienen herantrat. Glücklicherweise erwischte sie einen Waggon, in dem sie für sich allein war. Das Mädchen hatte wahrlich keine Lust nun auch noch den Platz mit einem nach Bier oder Metall stinkenden Zwerg zu teilen und konnte sich somit in Ruhe Gedanken über die Ausrede ihres zu spät Kommens machen.
Die Fahrt verging viel zu schnell, noch bevor das gnomische Fahrwerk sein Ziel erreichte kam ihr in dem dunklen Tunnel der muffige Geruch nach heißem Metall entgegen, der diese Stadt umgab und den sie so verabscheute. Cajêms Atem stockte und sie verzog das Gesicht zu einer angewiderten Grimasse. Ein paar Züge vermochte sie nur flach Luft zu holen, bis sie sich wieder etwas daran gewöhnte.
Als die Bahn stoppte ging sie nur langsam von ihrem Waggon herunter und verließ als letzte das Tor, das die Halle der Tiefenbahn von den Gewölben der Eisenschmiede trennte, um den Weg zu der kleinen Unterkunft im düsteren Viertel einzuschlagen, die sie mit der Omi teilte.
Abwesend, den Blick zum Boden gesenkt, schlenderte Cajêm dahin und achtete nicht weiter auf die Bewohner und das Treiben hier. Die Gedanken waren noch immer bei dem Vorfall in Sturmwind und sie nahm sich vor diese Stadt erstmal zu meiden, falls sich der Mann weiterhin dort aufhielt. Sie ärgerte sich, das er sie erwischt und ihr Gesicht gesehen hatte. Einige andere Male konnte sie auf diese Weise unentdeckt ein paar Gold- und Silbermünzen erbeuten.

Schon sehr früh hatte sie heraus gefunden, das sie die Fähigkeit besitzt, fast vollends mit dem Schatten zu verschmelzen und sich somit ungesehen an jemanden heran zu schleichen. Diesen Vorteil nutzte sie vorerst, um sich unter den strengen Augen er Omi aus der kleinen Unterkunft davon zu stehlen, die Eisenschmiede zu verlassen, wann immer sie es wollte und sie es in dieser Stadt nicht mehr aushielt.
Meist führte ihr heimlicher Weg nach Sturmwind. Unter ihresgleichen fühlte sie sich einfach wohler, als unter den Zwergen und Gnomen. Die Luft dort war dazu frisch, man konnte das fröhliche Treiben der Einwohner beobachten und am Tage wie des Nachts den Himmel sehen.
Immer öfter nahm sie sich einfach, den Schatten nutzend, ein wenig Brot oder Obst von einem der Marktstände oder aus einen der Läden, wenn sie Hunger bekam, oder einfach nur um zu testen wie gut ihre Fähigkeiten sind.
Doch vor erst kurzer Zeit wurde Cajêm übermütig und hatte sich gefragt, ob sie sich ebenso leise und heimlich an den Goldbeuteln der Anwesenden zu schaffen machen könnte. Zuerst versuchte sie es an betrunkenen Zwergen oder Menschen. Ihr Herz raste jedes Mal und sie fing an diesen kleinen Nervenkitzel zu mögen. Somit wagte sie es auch sich am helllichten Tage an den Gürteln der Reisenden zu vergreifen und einige Münzen zu ergattern. Einmal erbeutete sie sogar einen kleinen, schlichten Dolch, den eine Elfenfrau bei sich trug.
Gezählt hatte sie nicht, wie viele sie unbemerkt um ein paar Gold- und Silbermünzen erleichtert hatte, bis sie nun doch das erste Mal erwischt wurde...

Cajêm erreichte das Gebäude, in dem sie sich die wenigen Räume mit der Omi teilte. Sie blieb stehen, hob den Kopf und starrte einige Augenblicke auf die Eingangstür. Atmete kurz etwas tiefer ein und trat dann ins Innere. Der Raum war noch dämmeriger als es schon in den Gewölben der Stadt war. Nur durch ein Feuer in einem Kamin an der hinteren Wand und zwei Kerzen auf einem kleinen Tisch in der Mitte erhellt.
Vor den Flammen hob sich die gedrungene Gestalt der alten Frau ab, die sie Omi nannte. Sie war wirklich klein, ein Stück kleiner sogar als Cajêm damals mit ihren 13 Jahren. In ihren Händen hielt sie einige Phiolen vor das Licht und schien die milchige Flüssigkeit darin zu betrachten. Als das Mädchen eintrat wendete sie sich zu ihr um und blickte ihr mit ernsten Gesichtszügen entgegen.
"Cajêm! Wo zum Teufel warst du nur wieder!? Hab ich dir nicht gesagt, zwei Stunden vor der Dämmerung bist du hier? Nun wird es schon fast dunkel draußen sein!" Ihre Stimme klang heiser und hatte einen ungeduldigen, verärgerten Unterton. "Gib mir die Kräuter, die du mir besorgen solltest. Rasch, ich muß die Tränke noch verfeinern!"
Sie streckte ihre vom Alter faltige Hand aus und ging auf Cajêm zu. Die Augen des Mädchens weiteten sich und mit einem Schlag waren all ihre Ausreden, die sie sich so fein zurecht gelegt hatte, aus ihrem Kopf verschwunden. Sie griff sich, gefolgt von ihren Augen, an die Seite und merkte erst jetzt das sie den Leinenbeutel nicht mehr bei sich trug, in dem sich die Kräuter aus den Schneefeldern Dun Moroghs befanden, die sie gesammelt hatte bevor sie heimlich nach Sturmwind gereist war.
"Verdammt..." murmelte sie fast unhörbar.
« Last Edit: March 25, 2009, 04:30:47 PM by Cajêm » Logged

Du kannst mich nicht finden, ich hab mich versteckt.
Ich hab deine Augen mit Schatten bedeckt...
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